
 änner und ihre Eisenbahnen, so bin auch ich diesen Virus erlegen. Wobei dieser von meinen Opa recht früh bei mir gelegt wurde. Schon als Kind durfte ich mit unser damaligen HO Anlage spielen. Wobei mir selber aber mehr oder weniger erstmal die Lego Eisenbahn vorbehalten war. Weil ich da doch weniger aufpassen musste, wenn man selbige Mal etwas grober anpackte.
Dennoch einige Zeit später hat mein Opa die HO Anlage abgebaut und alles verkauft. Danach wurde mit der Spur N neu begonnen.
So steht das N für neun Millimeter bei der Gleisbreite. Die Wahl zu dieser Spur hatte damals auch den Grund gehabt, weil man beim „N“ Maßstab 1:160 gegenüber den HO Maßstab 1:87, fast viermal soviel auf einer Fläche erstellen kann. Wobei man das aber nicht unbedingt am Ende auch machen sollte. Denn leider haben N-Bahner auch den Ruf, auf der zusätzlichen Fläche, viel zu viel drauf zu packen.
Zugeben das war meinen Opa damals ein wenig egal, der hatte eine einfache Platte mit zwei Kreisen, einer davon als Bergstrecke ausgelegt. Im Tal gab es einen Bahnhof woran noch ein kleiner Lokschuppen angeschlossen war.
Die Anlage durfte ab und an auch ich benutzen. Ich selber durfte auch ab und an ein wenig mit beim Bau von Häusern oder anderen helfen. Nachdem die Anlage fertig war, dauerte es nicht lange bis selbige wieder einen Umbau erfahren durfte. Das ist auch eine Eigenart beim Modellbauer, denn eine fertige Anlage darf es nicht geben;)
1987 kam der Umzug zum Altenhof II, welcher in der nähe des Essener-Stadtwaldplatz lag. Die Anlage wurde natürlich mitgenommen, selbige wurde im neuen Zimmer von meinen Opa unter meinem Hochbett angebracht. Nun konnte man erstmal viel besser die Anlage aufbewahren, wenn man gerade nicht mit selbiger beschäftigt war. In der alten Wohnung wurde die Anlage immer an der Wand im Wohnzimmer aufgestellt, was natürlich auch ab und an zu Feindberührungen führte.
Da wir seit 1987 nun auch über einen Garten verfügten, kam schnell die Idee auf im selbigen mit einer Gartenbahn anzufangen. Dabei in Form einer LGB. So kaufte mein Opa Mitte 1989 die ersten Schienen und auch Waggons als Anfang. Zu meinem Geburtstag bekam ich weitere Gleise dazu. Leider starb mein Opa kurz vor Weihnachten und somit konnten wir nicht mehr zusammen die Gartenbahn wirklich. Zumindest zu Weihnachten bekam ich noch das letzte Geschenk meines verstorben Opas. Dabei handelte es sich um eine Startpackung für die LGB Bahn.
Leider begann nach 1990 eigentlich der Abbau des Eisenbahninteresses bei mir ein wenig. So benutze ich zwar die Gartenbahn als solche, dennoch ich kümmerte mich nur selten drum. Da es mich in der Zeit auch immer an meinen Opa erinnerte. Auch die N-Anlage wurde Ende 1991 von mir abgebrochen, weil mein Hochbett durch eine Schlafcouch ersetzt wurde und somit die Anlage nicht mehr ins Zimmer passte. Leider habe ich damals das ganze nicht mit viel Mühe abgebaut und konnte so kaum was weiter verwenden. Auch ging ich nicht gerade so gut mit den LGB Sachen um und lies die nach den Spielen meist draußen. Was dazu führte, dass die Schienen anliefen und kaum noch in einen guten Zustand waren. Danach ging ich hin und lagerte zumindest die Sachen im Keller ein. Bis dann die Gleise für eine neue LGB Anlage Ende 2007 den Verein sponserte.
Ab und an kam der Bahnvirus wieder hoch. So fing ich 1993 mit einer Roco HO Startpackung wieder neu an. Dazu kam noch ein ICE 1 im gleichen Maßstab. Dennoch leider durch falschen Umgang mit den Sachen und auch von freunden, hielt das ganze nicht so lange. Einige Jahre später habe ich die HO-Sachen über Ebay noch für einen guten Kurs verkaufen können. Heute besitze ich von der HO Zeit noch einige Gleise, die ich für meine Straßenbahnen ab und an aufbaue. Zumindest bei den Straßenbahnmodellen werde ich auch der HO treu bleiben, da es hier einfach mehr Modelle auf dem Markt gibt.
Zusammen mit meinen Großvater besuchte ich auch schon recht früh Modellbahnmessen. Das mache ich aber auch heute noch recht gerne. So besuche ich recht gerne bei uns in der Region die Intermodellbau in Dortmund. Auf diesen Messen konnte man neben Neuheiten der Hersteller, auch immer sehr schöne Anlagen einzelner Aussteller sich ansehen. Mittlerweile ist es bei mir so, dass ich mir von so Messen auch Ideen für eine mögliche eigene Anlage hole, dazu aber später mehr.
Es dauerte dennoch bis Ende 2008, bis mich der Virus zur Eisenbahn wieder packte. Das kam zugeben durch Freunde von der VHAG EVAG e. V. So besitzt dort jemand eine recht große N-Anlage. Ich selber war zugeben einige Mal zum Spielen da und dabei merkte ich immer mehr, dass ich auch so was wieder gerne selber haben möchte. Einige wenige Sachen hatte ich ja noch.
Erstmal war ich am überlegen welche Spur ich nehmen sollte. N oder HO, ich entschied mich für die Spur N. Einer der Gründe war der besagte Platzbedarf und das man auf derselben Fläche einer möglichen HO Anlage doch Züge in realistischer Länge fahren lassen kann. Aktuell beschränke ich mich aber erstmal auf das Sammeln. Zwar habe ich mir schon mal Gedanken zu einer Modellanlage gemacht, dazu muss aber erstmal der Platz da sein und auch die Planungen deutlich intensiviert werden. Denn einfach mal Gleise legen ist auch nicht. So ist der Bau einer Anlage eine doch recht aufwendige Sache. So muss im Vorfeld fast alles durch geplant werden. So erspart man sich lästiges nachbessern, dass ist eigentlich wie im wirklichen Leben.
Zumindest habe ich im laufe der letzten Zeit einige Anschaffung in der gewählten Spurgröße machen können. So besitze ich mittlerweile 429 Loks, Triebwagen und Waggons. Dabei lege ich mich zugeben auch nicht auf eine sogenannte Epoche fest, welche die einzelnen Zeitabschnitte der Eisenbahn, von Anfang bis heute unterteilt. So befinden wir uns heute mittlerweile schon am Anfang der Epoche VI. Nur als Beispiel der ICE 3 ist ein Zug der Epoche V. Derzeit wächst zumindest meine Sammlung von Monat zu Monat. Das soll auch noch ein wenig so weiter gehen.
2010 bin ich auch endlich mal ins Miniaturwunderland (Miwula), Hamburg gekommen. Diese Eventmodellbahnanlage ist ja zugeben über die Grenzen der Stadt Hamburg bekannt. Wobei es Anlagen in solchen Größen schon einige gibt. Dennoch in der Form wie Sie in Hamburg aufgebaut wurde und auch erweitert wird, ist Sie eine einmalige Sache. Dazu kommt die Lage, denn das Miwula befindet sich in der historischen Speicherstadt. Welche schon als solches einen Besuch wert ist. Neben dieser Anlage, habe ich mir auch die Modellbahnwelt Oberhausen angesehen.
Dabei handelt es sich um eine Ruhrgebietsanlage im Stille der (19)50er/(19)60er Jahre. Da diese Anlage besonders am Anfang recht Detailgetreu daher kam, aber sonst kaum was zu bieten hatte, entwickelte sich die Anlage nicht so wie Sie sollte.
Anfang 2009 ging wie leider zu erwarten der Betreiber Insolvenz, dank eines Geschäftsmann aus Essen konnte aber die Anlage und das Grundkonzept gerettet werden. Mittlerweile wurde die Ausstellung optimiert und die Besucherzahlen sollen nun auch steigen. Es gibt aber noch viele andere Schauanlagen, wo ich sicherlich die eine oder andere auch noch besuchen werde.
Seit kurzen baue ich mit einigen Vereinskollegen an einer neuen mobilen Vereins HO Anlage. Dazu wird es später hier noch mehr zu erfahren geben.
Ihr seht das Thema Modellbahn hat mich wieder gut im Griff und es ist eigentlich ein sehr schönes Hobby. Sollte sich bei mir in Sachen Anlage was tun, werde ich hier natürlich drüber berichten.
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